Wann suche ich eine Hebamme für eine Hausgeburt?

Hebamme Hausgeburt

Glaubt man Statistiken, so erblicken gefühlt fast 100 % aller Babys das Licht der Welt in einem Krankenhaus. Doch ganz so ist es eben doch nicht. Denn gut 2–3 % der aktuell ca. 780.000 Kinder, die jedes Jahr in Deutschland geboren werden, kommen außerklinisch – beispielsweise bei einer Hausgeburt – auf die Welt. (Zum Vergleich: In den Niederlanden sind es fast 30 %.) Unter einer außerklinischen Geburt versteht man zuallererst einmal jede Geburt eines Kindes, die nicht in einem Krankenhaus stattfindet. In der Regel bedeutet dies, dass das Kind in einem Geburtshaus (Hebammen geleitete Einrichtung für die Betreuung von Schwangeren inkl. Geburtshilfe), zu Hause (die sogenannte Hausgeburt) oder aber auch an einem Ort Eurer Wahl geboren wird. Letzteres ist eher selten. Alle diese Geburten werden akribisch geplant und vorbereitet. Wer soll dabei sein? Wo genau soll das Baby geboren werden? Etc. Wichtig ist: Grundsätzlich kann jede gesunde Schwangere Ihr Baby außerhalb eines Krankenhauses gebären. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Risikofaktoren, die eine besondere medizinische Betreuung von Mutter und/oder Kind notwendig machen würden, ausgeschlossen werden können. Vermutlich habt Ihr schon gehört, dass es in Deutschland aktuell immer schwieriger wird eine Hebamme zu finden, die alle Leistungen erbringen kann, die Du Dir als werdende Mama wünscht. Um es ganz klar zu sagen: Wenn Ihr Euch eine Hausgeburt wünscht, wird die Suche leider nicht einfacher, sondern eher schwieriger. Denn in ganz Deutschland bietet durchschnittlich gerade einmal knapp 500 Hebammen Hausgeburten an. Daher sind insbesondere Hebammen, die Beleggeburt oder Hausgeburten betreuen, sehr gefragt und schnell „ausgebucht“. Auf der sicheren Seite seid Ihr also auch hier, wenn Ihr Euch gleich zu Anfang – in den ersten Tagen nach dem positiven Schwangerschaftstest – überlegt welche Betreuungsformen Ihr in Anspruch nehmen möchtet und dann gleich nach einer entsprechenden Hebamme sucht, die bspw. Eure Hausgeburt betreut. Ihr solltet in keinem Fall bis nach der 12. Schwangerschaftswoche warten.

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Passend zum Thema

Ist Deine Frage nicht dabei?

Stell uns Deine Frage und hilf damit anderen Lesern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hebamme Kathrin
Hebamme Kathrin

Hallo, ich bin Kathrin und habe diese Frage für Dich beantwortet. Lass mich doch in den Kommentaren wissen, ob Du etwas vermisst oder noch Fragen hast. Liebe Grüße!

Einfach suchen

Bleib informiert

Nach oben