Gesetze für Hebammen

Die Gesetzgebung, die Hebammen betrifft, regelt nicht nur was Hebammen tun müssen bzw. dürfen, sondern auch die Ausbildung von Hebammen. Es gibt dafür ein eigenes Gesetz, das „Gesetz über den Beruf der Hebamme und des Entbindungspflegers“, meist kurz HebG genannt. Das aktuelle HebG stammt aus dem Jahr 1985 und wurde das letzte Mal 2010 geändert.

Einer der wichtigsten Sätze: „Wer die Berufsbezeichnung "Hebamme" oder "Entbindungspfleger" führen will, bedarf der Erlaubnis.“ Damit wird klargestellt, dass Hebammen in dieser Hinsicht unter dem Schutz des Gesetzes stehen und vom Staat anerkannt werden. Für Schwangere und Gebärende ist es die Garantie dafür, dass sie auch wirklich von absoluten Profis betreut werden und sie sich auf gut ausgebildete Hebammen verlassen können, in jedem Stadium der Schwangerschaft ebenso wie bei der Entbindung und im Wochenbett. Wer sich als Hebamme bezeichnet, ohne dazu berechtigt zu sein, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Um dieses Privileg sozusagen zu „verdienen“, müssen Hebammen auch eine genau geregelte Ausbildung durchlaufen, deren Inhalte ebenfalls im HebG festgelegt sind, ebenso wie die Prüfung.

Vorbehaltene Tätigkeiten



Für viele überraschend ist eine weitere Regelung des Hebammengesetzes, nämlich die zu den „Vorbehaltenen Tätigkeiten“. Darin wird festgesetzt, dass allein Hebammen zur Leistung von Geburtshilfe berechtigt sind. Es dürfen also nur Hebammen, nicht aber Ärztinnen eine Geburt alleinverantwortlich betreuen. In Notfällen macht das Gesetz natürlich eine Ausnahme, in anderen Fällen droht eine Geldstrafe.

Als Geburtshilfe in diesem Sinne versteht das Gesetz übrigens die „Überwachung des Geburtsvorgangs von Beginn der Wehen an, Hilfe bei der Geburt und Überwachung des Wochenbettverlaufs“.

Es ist also keineswegs so, dass die Hebamme das Helferlein der Ärztin ist, es ist vielmehr so, dass die Ärztin bei Bedarf bereitsteht, um in kritischen Situationen helfen zu können. Andernfalls wären Hausgeburten oder Geburten in Geburtshäusern ja mindestens grenzlegal, da sie ohne ärztlichen Beistand durchgeführt werden.

Riskanter als Geburten im Krankenhaus sind diese Geburten nicht, denn die Hebamme kann beurteilen, ob die Schwangerschaft problemlos verläuft und einer arztfreien Geburt nichts im Weg steht. Besteht auch nur das geringste Risiko für Mutter oder Kind, wird keine Hebamme einer Geburt ohne Ärztin zustimmen.

Regelungen für Hebammen aus anderen Ländern



Ein weiterer Teil des Hebammengesetzes beschäftigt sich mit den Folgen der deutschen Einheit, genauer gesagt mit der Anerkennung ostdeutscher Hebammen. Dazu kommt auch eine Übersicht ausländischer Hebammenabschlüsse, die in Deutschland anerkannt werden. Es können also auch Hebammen, die aus anderen Ländern kommen, in Deutschland als Hebamme tätig werden.

Mehr zu diesem Thema auch im Kapitel „Anerkennung ausländischer Abschlüsse“

 
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