Jetzt zirkuliert schon Blut in den winzigen Äderchen des Embryos. Das klingt aufregend, verblasst aber gegenüber einer der wichtigsten Entwicklungen des Embryos, die jetzt stattfindet: die Bildung des Neuralrohrs, das der Vorläufer des zentralen Nervensystems ist.
Das Neuralrohr formt sich aus Teilen des Ektoderms, des äußeren Keimblatts, die sich einfach zusammenrollen und eine Röhre bilden.
Damit sich das Neuralrohr optimal bilden kann, ist während dieser Zeit eine ausreichende Zufuhr an Folsäure wichtig. Wer sein Wunschkind plant, sollte sofort darauf achten, genug Folsäure aufzunehmen. Andernfalls könnte es zu Fehlbildungen kommen, vor allem der Spina bifida, dem offenen Rücken. Dabei entwickelt sich das Neuralrohr nicht komplett, und es kommt zu Fehlbildungen verschiedener Art.
Wenn aber alles richtig läuft, dann entwickeln sich in den nächsten vier Wochen das Rückenmark und das Gehirn fast vollständig, und zwar in ganz kleinem Maßstab.
Den Bedarf an Folsäure zu decken ist nicht besonders schwer: Folsäure ist in vielen Lebensmitteln enthalten, beispielsweise in grünem Blattgemüse, in Rosenkohl und Broccoli, in Karotten, Vollkornprodukten, in Radieschen und Roter Bete, in Tomaten, in Nüssen, in Eiern (im Eigelb), aber auch in Fisch und Fleisch.
Obwohl dieses B-Vitamin empfindlich auf Einflüsse wie Hitze und Licht reagiert, kann man mit ein bisschen Planung genug Folsäure mit der normalen Nahrung aufnehmen; zudem gibt es mit Folsäure angereichertes Speisesalz.
Das Problem ist natürlich: Hast du das Kind nicht geplant, dann erfährst du erst nach diesem Zeitpunkt von deiner Schwangerschaft da helfen dann auch keine Folsäuretabletten mehr. Beste Lösung: Jede Frau sollte auf gesunde Ernährung achten!