Normalerweise schließt der Embryo in dieser Woche den Vorgang des Einnistens in die Gebärmutterschleimhaut ab. Das ist aber noch lange nicht alles! Schon jetzt differenzieren sich die Zellen in unterschiedliche Bereiche; und dabei ist der Embryo schon ein spezialisierter Teil der ehemaligen Eizelle aus den anderen Zellen wurden die Plazenta und die Fruchthülle.
Der Embryo an sich teilt sich sozusagen auf in die drei sogenannten Keimblätter. Deren wissenschaftliche Namen lauten Entoderm, Mesoderm und Ektoderm.
Aus dem inneren Keimblatt, dem Entoderm, entwickeln sich später der Verdauungstrakt, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, Harnblase- und röhre, die Schilddrüse und der Thymus und der Atemtrakt.
Aus dem Mesoderm entwickeln sich Knochen, Bindegewebe, Muskulatur (auch das Herz und die Muskulatur der inneren Organe), die Blut- und die Lymphgefäße ebenso wie Lymphknoten, Milz und Blutkörperchen. Außerdem entwickeln sich aus diesem Keimblatt die Nieren, die inneren Geschlechtsorgane und die Keimdrüsen.
Das Mesoderm ist übrigens nicht nur Teil des Embryos, sondern die Zellen des Mesoderms bilden auch die Innenschicht der Chorionhülle, also der Fruchtblase.
Aus dem Ektoderm schließlich werden Haut, Sinnesorgane und Nervensystem des Embryos.
Wird aus jeder befruchteten Eizelle ein Embryo?
Übrigens ist es gar nicht selbstverständlich, dass die Einnistung der Eizelle und die Entwicklung des Embryos so problemlos von statten gehen. Vermutlich gelingt es nur etwa der Hälfte aller befruchteter Eizellen, sich überhaupt einzunisten. Auch nach der Einnistung ist die Schwangerschaft noch nicht sicher, oft kommt es zu einem spontanen Abgang, ohne dass die Frau ihn bemerkt, bzw. noch bevor die Schwangerschaft überhaupt festgestellt wurde. Es kann also durchaus sein, dass eine Frau, die nicht gezielt schwanger werden wollte, schon einmal oder sogar mehrfach schwanger war, ohne es überhaupt zu bemerken.
Frauen mit Kinderwunsch nehmen es natürlich viel schmerzhafter wahr, wenn sie das Wunschkind so schnell verlieren, falls die Schwangerschaft denn schon festgestellt wurde. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass es vielleicht eine Art Vorsorge der Natur ist, die Schwangerschaft zu beenden: Womöglich gab es Umstände, die das Kind lebensunfähig zur Welt kommen lassen hätten, oder vielleicht wäre es während der Schwangerschaft zu Komplikationen, Krankheiten oder gar zur Fehlgeburt bzw. Totgeburt gekommen.
Gibt es erste Schwangerschaftsanzeichen?
Schwangerschaftsanzeichen gibt es zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine. Eventuell ist es während der Einnistung zu einer kleinen Blutung gekommen, die aber natürlich kein verlässliches Zeichen für eine Schwangerschaft ist.
Manche Frauen, die schon mehrfach schwanger waren, sind sich sicher, dass sie es spüren, wenn die Eizelle sich einnistet und sie schwanger sind. Es ist aber leider sehr selten, dass eine Frau ihren Körper so gut kennt, dass sie es spürt, wenn es in ihrer Gebärmutter eine Handvoll Zellen mehr gibt als normal!